Die besondere Inneneinrichtung
Fühlt man sich bei der Einrichtung seines Hauptwohnsitzes noch an Konventionen und Designregeln gebunden, so zählt bei der Inneneinrichtung des Ferienhauses nur, dass man sich selbst darin wohl fühlt. Schräge Möbel, Eigenkonstruktionen oder Hobbyräume sind hier endlich erlaubt. Feng Shui und Designregeln, Farbkohärenz und Saisonmode – darauf kann man getrost verzichten, wenn man sich seinen persönlichen Rückzugsort nach den eigenen Vorstellungen einrichtet.
Das Besondere suchen
Viele Ferienhausbesitzer klauben sich für ihr Urlaubsdomizil all jene Möbel zusammen, die ihnen ansonsten zu gewagt wären. Aus diesem Grund kann man eigentlich sagen, dass Ferienwohnungen in vielen Fällen die Persönlichkeit ihrer Besitzer viel deutlicher wiederspiegeln. Extravagante Möbelstücke gibt es ja zuhauf: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Lampe, deren Schirm durch ein elektromagnetisches Feld in der Luft gehalten wird? Auch Sofas in XXL machen sich in einer verspielten Wohnung besonders gut. Riesige Liegeflächen, auf denen auch mal eine Kissenschlacht stattfinden kann oder extrem hohe Füße, die dem Möbelstück die Anmutung eines „Stelzen-Sofas“ verleihen, sind mittlerweile überall zu erstehen. Man könnte sich auch gleich die gesamte Wohnung nach einem speziellen Thema einrichten. Ein komplettes Mobiliar im Jugendstil oder edler Art Déco Anmutung könnte das Ferienhaus zu einem ganz besonderen Rückzugsort machen, in dem die Besucher rund einhundert Jahre in der Zeit zurückreisen. Der eigenen Phantasie sind hier keine Grenzen mehr gesetzt.
Die verrücktesten Häuser der Welt
Natürlich kann man es mit der Exzentrik auch übertreiben. Überall auf der Welt gibt es Häuser, die jeder Beschreibung spotten und vermutlich nur errichtet wurden, um Aufmerksamkeit zu erregen. Sowohl in Polen als auch in Deutschland gibt es spezielle Häuser, die verkehrtherum – also auf dem Dach – stehen. Die komplette Inneneirichtung ist dementsprechend am Boden (beziehungsweise an der Decke) angeklebt oder verschraubt. Bei einem Besuch bekommt man es direkt mit der Angst zu tun, wenn man sich vorstellt, die Fixierung des Sofas in XXL könnte sich lösen. Die Architektur des „Experience Music Project“ in Seattle mutet derartig seltsam an, dass man es eigentlich mit Worten gar nicht beschreiben kann. Entfernt erinnert es an eine geschmolzene E-Gitarre, doch die Form ist eher wirr und abstrakt. Das Forbes Magazine zählte das Gebäude als eines der zehn hässlichsten der Welt auf. Das „Low impact woodland house“ in Wales erinnert dagegen an die gemütliche Behausung eines Hobbits. Perfekt in einen Hügel eingepasst, stört dieses Haus das Landschaftsbild wohl kaum. Doch egal wie verrückt ein Haus von außen anmuten mag: Wichtig ist eigentlich nur, dass man sich im Innern wohl fühlt.